black hole sun, won´t you come….

danke an [wb_fb_f name=“Bernd VValpert “ id=“1379716870″] für die unterstützung hierbei!

naja… so nett der song auch ist, der entsprechende effekt ist es weniger. die rede ist von dem „black spot“, „black dot“ oder eben „black hole“-effekt, den die blackmagic cinema cameras aufweisen. bei der pocket camera konnte der effekt per firmware-fix beseitigt werden, bei der klassischen cinema camera ist das leider nicht möglich.

der „effekt“:
wenn man mit der blackmagic cinema camera eine sehr helle lichtquelle – zum beispiel die sonne – filmt, kommt es vor, dass die lichtquelle so enorm überbelichtet wird, dass an ihrer stelle ein schwarzer fleck erscheint. und aufgezeichnet wird. hier mal ein screenshot aus einem dng:

blackspot1

hier sieht man es sehr gut. im himmel tut sich irgendwann dieses schwarze loch auf, wo zuvor die sonne war. ABER!!!

ich mache mal folgendes: ich habe den testclip in 2.5k raw gedreht und öffne nun mal diesen frame, dieses dng in camera raw, und ziehe die belichtung komplett runter.

blackspot2wie man nun erkennen kann hat fast der gesamte himmel abegesehen von dem bereich rechts unten – wo sich eine dunklere wolke befand – absolut keine durchzeichnung mehr. der gesamte himmel ist hemmungslos überbelichtet. keine informationen, null. und wenn man auf dem ersten bild die seite der mühle anschaut erkennt man, dass eigentlich auch dort schon das mauerwerk etwas hoch belichtet ist.

schaut man sich das ganze grafisch an, erkennt man wo die probleme auftreten. ich habe dazu mal einfach einen vari-nd-filter aus zwei pol-filtern gebastelt um das ganze sichtbar zu machen und die iphone-kamera in den alphatron viewfinder gehalten um die scopes direkt aufzeichnen zu können. leider habe ich auf dem laptop nicht die möglichkeit, den clip direkt in resolve zu öffnen. aber in diesem kurzen video kann man an den scopes des viewfinders ganz gut erkennen, dass der black spot effekt erst weit über 100% weiß auftaucht:

für mich ergeben sich folgende ergebnisse: der effekt tritt bei sehr hellen lichtquellen auf, die stark überbelichtet werden. im alltäglichen bereich sollte das phänomen zu vernachlässigen sein. dreht man allerdings bei gegenlicht, zum beispiel bei sonnenuntergang, und möchte sich mit den 13 blendenstufen noch details im vordergrund erhalten, wie zum beispiel handelnde personen, so kann das ganze zu einem problem werden. man ist dann gezwungen mit tracking und masken etc. dagegen zu arbeiten, zum beispiel direkt in resolve oder after effects. dafür sind im netz verschiedene lösungsvorschläge zu finden, wie zb hier mit davinci resolve. das tracking sollte auch eigentlich recht einfach von der hand gehen mit den automatiken, da der kontrast ja effekt-bedingt ziemlich hoch ist.

ich denke allerdings, dass das absolut kein grund sein sollte, diese kamera nicht zu kaufen, wie es in der netzgemeinde oft proklamiert wird. genau wie der rolling shutter-effekt ist das meiner bescheidenen meinung nach etwas, mit dem man durchaus leben kann, da die positiven eigenschaften der kamera deutlich überwiegen. grundsätzlich habe ich wieder das gefühl, dass 2/3 der an den diskussionen beteiligten personen die kamera noch nie in den händen hatten und damit gedreht haben. aber das ist ja ein weit verbreitetes internet-phänomen. ich kann mit den black spot leben und werde beim nächsten kurzfilm-dreh sicher engere bekanntschaft mit ihm machen. und ihn dann eben beseitigen.

man, leute, die kamera kostet 1700€ brutto und macht kino-bilder. stellt euch bitte nicht so an!