DIY-Fader-ND für die EOS 7D & 550D

DIY-Fader-ND für die EOS 7D & 550D

Ein netter Kollege, den ich kürzlich über diese Seite hier kennen gelernt habe, hat mich auf eine super Sache hingewiesen. Einen Do-It-Yourself Fader-ND-Filter, oder auch Vari-ND genannt.

Kurz zur Erklärung: Um nicht eine Vielzahl von ND-Filtern kaufen zu müssen ist ein Fader-ND per Drehung über mehrere Blendenstufen einstellbar und das Bild kann so variabel abgedunkelt werden. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn man mit der Schärfentiefe einer 1,2er oder 1,4er Blende bei Tageslicht, oder besser ausgedrückt, hellem Sonnenlicht draußen arbeiten möchte. Man stellt die Blende am Objektiv ein und der ND-Filter (Neutrale Dichte-Filter) verringert vor dem Objektiv die Menge des Lichts, die auf das Objektiv trifft. „Neutrale Dichte“ deshalb, weil das Filterglas in neutralem Grau gefärbt ist, welches das gesamte Farbspektrum gleichmäßig abdunkelt und somit keine Farbdifferenzen auftreten.

Gute Fader-ND´s kosten im kleinen Durchmesser 100€ aufwärts, bis 300€ für einen Filter mit 82mm-Gewinde. Da ist die DIY-Variante doch schon eine Überlegung wert! Danke für den Hinweis, Carlo!

Die Technik hinter dem DIY-Gerät ist eigentlich recht simpel. Man nehme zwei CPL´s, also Zirkulare Polarisationsfilter. Bei einem dreht man die Scheibe, schraubt ihn dann in das Gewinde des anderen und beide zusammen vor die Optik. Durch das Verdrehen des vorderen Filters wirkt das Ganze wie ein Fader-ND. Ein kleiner optischer Trick. Die Konstruktion ist nur etwas dicker als ein normaler Fader-ND.

Ich habe es bisher an der EOS 7D getestet mit meiner 28er Festbrennweite und dem EF 18-135 IS.

Auch bei 18mm sind trotz Step-Up-Ring keine Abschattungen zu erkennen. Beim Vollformat an der 5D MarkII wird man dies sicher nicht mehr schaffen. Ich werde das in den kommenden Tagen mal testen.

Aber wie gesagt, an Crop-Kameras wie 7D und 550D sind 18mm kein Problem mit der Konstruktion.

Die Polfilter sind im preislich unteren Mittelfeld mit je ca. 35€ weitaus billiger zu kriegen, und für die Filmaufnahmen reichen sie von der Güte her aus. Man bekommt auch schon für 10€ zwei Filter aus der Bucht, doch bei den super billigen Filtern kann es zu Farbverfälschungen kommen. Das wollte ich erstens vermeiden und zweitens wollte ich Filter, die ich im Bedarfsfall auch zum Fotografieren benutzen kann ohne große Abstriche bei der Qualität machen zu müssen.

Hier ein kurzes Testvideo:

Wer nun wie ich einige Festbrennweiten mit unterschiedlich großen Filtergewinden hat muss nicht mehrere Filter kaufen, sondern kann guten Gewissens große Filter kaufen und mit Step-Up-Ringen arbeiten. Ich habe mir Filter mit 77er Gewinde geholt und dann RInge von 49 auf 52mm und von 52 auf 77mm und von 67 auf 77mm und habe so alle meine aktuellen Optiken abgedeckt. Die Ringe kosten je nach Qualität zwischen 5€ und 10€ und sind u.a. hier erhältlich.

Hier ein paar kurze Schnappschüsse von meiner 7D mit 28er Festbrennweite von Komine und der Fader-ND-DIY-Lösung. Durch die Weitwinkel-Aufnahme sieht es extrem groß aus. So schlimm ist es allerdings in der Realität nicht.

Carlo´s Blog übrigens hier: http://zappafilms.squarespace.com/

Und hier die Original-Anleitung: http://www.instructables.com/id/Simple-Variable-Neutral-Density-Filter/

oder: http://cheesycam.com/diy-fader-nd-variable-nd-filter/